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Wu Wei Theater Frankfurt/ rekorT Recklinghausen in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt  und in Kooperation mit der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen

" von Lia Nirgad

Deutschsprachige Erstaufführung/ Premiere : 9.September 2010/ 21 Uhr

Weitere Aufführungen: 10., 11., und 12.9.2010 / 21 Uhr Studiobühne mouson

Beobachtungen an einer Straßensperre zwischen Jerusalem und Ramallah Theaterverlag Hofmann-Paul, Berlin aus dem Hebräischen von Abraham Melzer

Regie                         Sabine Loew

Akteure                      Angelika Sieburg, Nicole Horny, Anja Bilabel

Ausstattung               Andrea Uhmann

Dramaturgie              Steffen Lars Popp

Sound                        Oliver Augst / Marcel Daemgen

Dramat. Beratung     Heike Kortenkamp

Man kann es nennen, wie man will, doch letztlich gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Geh, wohin du willst, oder: Geh zurück, wo du herkommst. (Lia Nirgad: Winter in Qualandia, S.15)

FAZ vom 14. Juli 2010 ""

Wu Wei Theater Frankfurt/ rekorT Recklinghausen Produktion 

WELTEN WENDEN MENSCHEN (Arbeitstitel)

Eine dokumentarpolitische Performance-Reihe in drei Stationen

Wir freuen uns für  diese "Trilogie" die Zusage der Stadt Frankfurt, Kulturamt, zu haben für eine Projektbezogene Konzeptionsförderung bis 2012.

Drei Performer -Schauspielerinnen machen sich als Protokollantinnen und Berichterstatter des Wandels unserer Zeit auf den Weg, die WELTEN WENDEN MENSCHEN aus drei unterschiedlichen Perspektiven in den Blick zu nehmen. Unterstützt werden sie dabei von einem wiedererkennbaren aber wandlungsfähigen Einheitsbühnenbild und einem durchgehenden, von Stück zu Stück wachsenden Musikkonzept: (Oliver Augst, Marcel Daemgen)  

1. Station: ".

Der Mensch in der Grenz-Situation und ohne Rechte. Und die Fesseln der Vergangenheit, die sich nicht so einfach abstreifen lassen, vielleicht sogar immer enger ziehen.

Basierend auf dem Dokumentar-Roman "Winter in Qualandia" der Machsom-Watch-Aktivistin Lia Nirgad, setzt sich dieses Stück mit dem Konflikt in Israel auseinander.

Drei Frauen berichten von dem konfliktbeladenen und absurden Alltag an einer Straßensperre zwischen Jerusalem und Ramallah, der aufgeladen ist mit Angst, Gewalt, Vorurteilen und Bürokratie. Exemplarische Geschichten für viele Orte auf der Welt, wo Mensch und Macht aufeinandertreffen.

·      Würdest du als palästinensischer Zivilist dein Leben riskieren?

·      Würdest du dich als israelischer Soldat Befehlen widersetzen?

·      Wie weit würdest du dich als Beobachter einmischen?

Die in jeder Station gemachten inhaltlichen wie ästhetischen Erfahrungen werden stets in die nächste transportiert und dort weiter verwandelt. So wird diese Projektreihe auf allen Ebenen und für Macher wie Zuschauer zu einer gemeinsamen, kontinuierlichen Reise.

2. Station: MEN@WORK (AT)

Der Mensch als Arbeitstier - der Mensch, der im Jetzt leben und seine Potentiale entfalten will. Wie steht das zueinander?

Bezugnehmend auf die berühmte Studie des Frankfurter Soziologen und Schriftstellers Siegfried Kracauer: "Die Angestellten. Aus dem Neuesten Deutschland" aus dem Weltwirtschaftskrisen-Jahr 1930, geht es hier um den Wandel in der Arbeitswelt.

·  Fühlst du dich bei der Arbeit als Teil eines größeren Ganzen oder allein unter vielen?

·  Fühlst du dich als Avantgarde oder als Auslaufmodell, privilegiert oder sklavisch?

·  Was fühlst du überhaupt bei der Arbeit?

 

3. Station: WAS WÄR WENN DAS WÖRTCHEN WENN NICHT WÄR (AT)

Der Mensch in einem zukünftigen Utopia. Wie zerschlägt man den gordischen Knoten? Beginnt das große Ganze im kleinen Halben?

Entsprechend wird hier dann keine direkte Vorlage mehr verwandt - höchstens noch in der Negation bekannter Dystopien wie Orwells "1984" oder Huxleys "Brave New World". Denn hier geht es um das, was man nicht festhalten kann: den offenen Horizont. Wir wollen herausfinden, was spätestens 2020 Realität sein sollte. Könnte man statt Geld auch Zeit als Tauschwährung gelten lassen (und kann man dafür Zinsen kriegen)? Wenn das Internet unsere Gehirne befreit, wie sähe die Befreiung unserer Körper aus? Kann in der Demokratie der Zukunft jeder seine eigene Partei ergreifen - und wie funktioniert's?

Eine theatrale Wunschmaschine und ein Schwarzmarkt der Ideen, unseren Ist-Zustand akut gefährdend: Wird hier doch augenzwinkernd aufgedeckt, was noch nicht Wirklichkeit geworden ist, obwohl es eigentlich danach drängt.

·    Glaubst du an die Kraft selbsterfüllender Prophezeiungen?

·    Wenn es dich zweimal gäbe, wer würde gewinnen?

·    Was willst du?

WELTEN WENDEN MENSCHEN ist eine performative Forschungsreihe, in der wir drei Performerinnen dabei beobachten, wie sie sich als Stellvertreter unserer Zeit von Ohnmachts- über Arbeits- und Gewohnheits- zu Zukunftstieren entwickeln - damit wir daraus etwas lernen über die Fragen des heutigen Menschseins.

Ensemble: wie schon bei "Nordost"  

Regie                    Sabine Loew

Akteure                 Angelika Sieburg, Nicole Horny, Anja Bilabel

Ausstattung           Andrea Uhmann

Dramaturgie          Steffen Lars Popp

Sound                   Oliver Augst / Marcel Daemgen

Dramat. Beratung   Heike Kortenkamp

"Zeig mal - lass hören!"

Mit allen Sinnen SPRECHEN - Ein Projekt von Kindern mit Künstlern

Projekt 1: "Zeig mal - lass mal hören" - mit allen Sinnen sprechen, ein Projekt von Kindern mit Künstlern in Niedersachsen. durchgeführt von Wu Wei Theater Frankfurt, Angelika Sieburg und Andreas Wellano und der Theaterpädagogin Inga Pickel mit 33 Vorschulkindern.

1. Teil: Im April 2010 Präsentation 23.4.10 in Springe Vorschule und wegen Brückenjahr 2.Teil im September / Oktober 2010 Schule Springe.

Alles Weitere über das Konzept "Zeig mal- lass mal hören!"

Projekt 2: Im Rahmen von TUSCH - Theater und Schule Hessen Kooperation mit Walter Kolbschule Frankfurt Unterliederbach durchgeführt von Wu Wei Theater Frankfurt, Angelika Sieburg und Katja Hergehahn, Amper Theater mit 26 Schülern der 5.Klasse Realschule.

Inhaltliche Beschäftigung: Zukunft, Wünsche, Träume.

Präsentation in der Schule: 31.5.10 und als TUSCH - Event: 1.6.10 Naxoshallen Frankfurt, Theater Willy Praml

Auch dieses 2. Projekt ist als Weiterführung für das Schuljahr 2010/ 2011 konzipiert.