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Aktuell | ||||||||||
... in der neuen Produktion der Frankfurter Frauencombo WuWei rekorT Loew, in „Ich finde es gut, dass im Theater alle umsonst arbeiten. Da ist man doch gerne dabei", dem zweiten Teil Der Welten Wenden Menschen Trilogie, stellen Anja Bilbael, Nicole Horny und Angelika Sieburg dem Publikum die Arbeitswelt vor, die sie selbst am Besten kenne: die des Theaters. Sie treten auf als Experten der Arbeit im eigenen Stück…. Dramaturgin Heike Kortenkamp stellt im Programmheft die Kernfrage der Produktion: Kann am Ende des fordistischen Zeitalters den Gesellschaften nichts besseres passieren, als dass alle, die noch nicht Manager sind, freie Künstler werden? | |||||
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Allein für den Mut zur Nabelschau hat das Ensemble einen Preis verdient, denn selbst erfahrene Theaterbesucher können sich oft nicht vorstellen, was es bedeutet im Theater zu arbeiten… Weil man Theaterarbeit wohl am Besten mit den Mitteln des Theaters darstellt, setzt die Inszenierung von Sabine Loew auf hohes Tempo, viel Energie und Bewegung. Die Kostüme sind betont theatral. Das einheitliche Grundkostüm der drei Schauspielerinnen (rote Leggins, High Heels, buntgestreifter Minirock, schwarze Mousonturm-Mitarbeitershirts und goldene Strohhüten) wirkt paradoxerweise nicht uniform, sondern betont ihre individuelle Ausstrahlung und Körperlichkeit. Es wird ergänzt durch eine wilde Mischung aus klischeehaften Kostümteilen wie Rokoko-Reifröcken, Renaissancekragen und Harlekin-jacken. Wenn die drei in dieser Aufmachung abwechselnd in immer anderen Figuren ihre Lebensläufe rezitieren oder darüber reflektieren, ob man tatsächlich eininnigeres Verhältnis zum Bühnenbild entwickelt, wenn man es selber aufbaut, drehen sie das für viele zeitgenössische Klassiker-Inszenierungen übliche Verhältnis von Text und Kostüm um. Dort sehen die Figuren Shakespeare oder Schillers zum Leidwesen des Publikums häufig so aus wie Teilnehmer eines Wirtschaftskongresses. Hier sind die Texte dokumentarisch, aber dafür zelebrieren die Schauspieler die Lust am Verkleiden, am Spiel mit Text, Körper und Requisiten und demonstrieren dabei fast nebenbei ihre Fähigkeiten ... (Autorin Franziska Lüdke) | ||
WELTEN WENDEN MENSCHEN ist eine performative Forschungsreihe, in der wir drei Performerinnen dabei beobachten, wie sie sich als Stellvertreter unserer Zeit von Ohnmachts- über Arbeits- und Gewohnheits- zu Zukunftstieren entwickeln. | ||
Teil III: WAS IHR WOLLEN WÜRDET (AT)
Wir werden mit den Wünschen des Publikums Handel treiben; Wünsche gehen an die Börse, werden hochgerechnet. Was uns alle erwartet wird hochgerechnet, zusammengebastelt, ausprobiert, versinnlicht, nachgestellt. | ||
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